Joris Nellenkamp
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Wir haben die Kontrolle abgegeben

Ein Sachbuch über digitale Abhängigkeit und eigene Handlungsmöglichkeiten

Unser Leben ist digital, bequemer denn je. Aber zu welchem Preis?

Buchcover: Joris Nellenkamp, Wir haben die Kontrolle abgegeben. Ein Sachbuch über digitale Abhängigkeit und eigene Handlungsmöglichkeiten

Das Buch

Worum es geht

Ein Konto öffnet die Tür zu Arbeit, Fotos und Kontakten. Ein Profil beeinflusst, welche Angebote wir sehen. Ein Update erreicht viele Organisationen zugleich.

Digitale Bequemlichkeit verbindet uns mit Systemen, über deren Bedingungen andere entscheiden. Joris Nellenkamp untersucht, wie aus hilfreicher Arbeitsteilung eine Abhängigkeit werden kann: von alltäglichen Einstellungen und Geschäftsmodellen über automatisierte Entscheidungen und generative KI bis zu den Voraussetzungen einer funktionierenden Versorgung.

Dokumentierte Fälle zeigen, warum Fehler selten nur eine technische Seite haben, und weshalb gelungene Vorsorge oft unsichtbar bleibt. Das Buch verbindet persönliche Handlungsschritte mit den Aufgaben von Unternehmen und Politik.

Inhalt

Prolog, 25 Kapitel, Epilog

Das Buch beginnt mit einem Freitag im Juli 2024, an dem ein fehlerhaftes Update nach Schätzung von Microsoft rund 8,5 Millionen Windows-Rechner abstürzen ließ, und führt von dort in drei Schritten durch unseren digitalen Alltag.

Alltägliche BindungenKonten, Voreinstellungen, Geschäftsmodelle: wie aus vielen kleinen Erleichterungen eine Umgebung wird, aus der man schwer wieder herauskommt.8 Einträge
  1. PrologEin Freitag im Juli
  2. 01Das bequemste Gefängnis der Welt
  3. 02Kostenlos ist nichts
  4. 03Die unsichtbaren Beobachter
  5. 04Warum wir alles anklicken und nichts lesen
  6. 05Die Illusion der digitalen Freiheit
  7. 06Fünf Konzerne und ein großer Teil unseres Alltags
  8. 07Wem gehört eigentlich unser digitales Leben?
Entscheidungen und InfrastrukturenAlgorithmen, generative KI und die Systeme, ohne die Krankenhäuser, Pflege, Strom und Zahlungsverkehr nicht mehr laufen.13 Einträge
  1. 08Der Algorithmus kennt dich
  2. 09Wenn Maschinen über Menschen urteilen
  3. 10Das Geschäft mit unserer Aufmerksamkeit
  4. 11Die Maschine, die alles zu wissen scheint
  5. 12Wahrheiten, die nie existiert haben
  6. 13Wer Verantwortung trägt, wenn die KI sich irrt
  7. 14Das Ende des eigenen Denkens?
  8. 15Eine Gesellschaft auf Autopilot
  9. 16Ein Update mit weltweiten Folgen
  10. 17Krankenhäuser, Pflegeheime und digitale Abhängigkeit
  11. 18Wenn der Strom ausfällt und das Bargeld fehlt
  12. 19Cyberangriffe auf unseren Alltag
  13. 20Warum Sicherheit oft erst nach der Katastrophe zählt
HandlungsmöglichkeitenWas Einzelne, Unternehmen und Politik tun können, damit Abhängigkeit verlässlich bleibt und ein Nein möglich.7 Einträge
  1. 21Was wir noch selbst entscheiden können
  2. 22Warum Datenschutz allein nicht reicht
  3. 23Digitale Souveränität statt digitaler Ohnmacht
  4. 24Was Politik und Unternehmen ändern müssen
  5. 25Die Freiheit, auch Nein sagen zu können
  6. EpilogWir haben die Wahl. Noch.
  7. AnhangBegriffe zum Nachschlagen

Zum Buch

Auf einen Blick

Ausgabe
Taschenbuch, 18,99 €
ISBN
978-3-565854-08-0
Erschienen
6. November 2026 bei epubli
Umfang
312 Seiten mit Begriffsverzeichnis
Belege
66 Quellennachweise
Bestellen
Über die ISBN im Buchhandel. Der Link zum Online-Shop folgt in Kürze.
Für wen
Für alle, die digitale Angebote nutzen, und für Verantwortliche in kleinen Organisationen, Verwaltung und sozialen Einrichtungen. Fachbegriffe werden erklärt.

Arbeitsweise

Wie das Buch arbeitet

  • Historische Fälle sind mit Quellen belegt.
  • Technische Fehler, Angriffe, einfache Rechenregeln und lernende Systeme werden auseinandergehalten.
  • Gedankenexperimente sind gekennzeichnet und keine Berichte über reale Personen.
  • Der Text wurde unter Einsatz generativer künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überarbeitet.

Leseprobe

Prolog · Ein Freitag im Juli

Am 19. Juli 2024 stürzten nach einer fehlerhaften Inhaltsaktualisierung der Sicherheitssoftware CrowdStrike Falcon zahlreiche Windows-Systeme ab. Die spätere Ursachenanalyse des Herstellers beschrieb einen Fehler im Zusammenspiel der angelieferten Konfigurationsdaten mit deren Verarbeitung auf den Geräten. Das britische National Cyber Security Centre bewertete die Ausfälle am selben Tag als Folge eines technischen Vorfalls, nicht als Ergebnis eines Cyberangriffs.

In England meldete der staatliche Gesundheitsdienst NHS Probleme mit dem Termin- und Patientenaktensystem EMIS. Nach seiner damaligen Mitteilung war die Mehrheit der Hausarztpraxen von Störungen betroffen. Zu den vorgesehenen Ausweichverfahren gehörten Patientenunterlagen auf Papier und handschriftliche Rezepte. Auch in Krankenhäusern mussten einzelne Verwaltungsaufgaben auf Papier erledigt werden. Zugleich betonte NHS England, dass die Versorgung in der Mehrheit der Krankenhäuser normal weiterlief; für den Notruf 999 war zu diesem Zeitpunkt keine Auswirkung bekannt.

Der Autor

Joris Nellenkamp

Porträt von Joris Nellenkamp

Joris Nellenkamp arbeitet seit vielen Jahren in der IT. Bei einem Dienstleister betreut er Pflegedienste und Unternehmen: Arbeitsplätze, Netzwerke, Fachsoftware und die Frage, was geschieht, wenn davon etwas ausfällt.

Die Abhängigkeiten, über die er schreibt, kennt er aus der täglichen Arbeit. Er weiß, wie viel an einer Anmeldung, einem Update oder einem einzigen Anbieter hängen kann, und wie selten darüber gesprochen wird, bevor etwas schiefgeht.

Er schreibt Sachbücher über IT für Menschen, die Technik täglich nutzen, ohne sie studiert zu haben. „Wir haben die Kontrolle abgegeben“ ist sein erstes Buch. Weitere sind in Arbeit.

Kontakt

Anfragen

Für Rezensionsexemplare, Interviews, Vorträge und Lesungen zu digitaler Abhängigkeit, IT-Sicherheit und Datenschutz, auch für Organisationen und soziale Einrichtungen.

joris@joris-nellenkamp.de